Modul 7: "Und später geht’s mir richtig gut!?" — Vorsorgen für den Ruhestand
Dieses Modul nimmt eine Sonderstellung ein. Es ist in erster Linie für den Einsatz in der Sekundarstufe II
gedacht, weil erst mit zunehmendem Alter und wachsender Reife das Verständnis für die Bedeutung einer
frühzeitigen Altersvorsorge vorausgesetzt werden kann. Je nach Bedarf und Klassensituation kann es aber auch in der Jahrgangsstufe 9 oder 10 der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Das Modul sollte also mit jungen Menschen, die
demnächst oder gerade in das Berufsleben einsteigen, bearbeitet werden.
Es kann in diesem Modul nicht darum gehen, konkrete Anleitungen zur privaten Altersvorsorge zu geben.
Zielsetzung ist vielmehr, das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu wecken, sich mit den Fragen von Vorsorge
auch in jungen Jahren zu befassen.
Realistischerweise muss gesagt werden, dass dies im schulischen Unterricht wohl nur mit geringem Erfolg
gelingen kann. Dies entbindet aber die Schule nicht von der Aufgabe, auch und gerade hier für das Leben zu
bilden.
Hier kann wiederum der
Wunschlebenslauf eingesetzt werden mit Schwerpunkt auf dem Rentenalter.
Mögliche Lernziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen
erkennen, dass die gesetzliche Altersvorsorge nicht ihren gewünschten oder erworbenen Lebensstandard
sichern kann,
erkennen, dass sie selbst einen eigenen Beitrag für ihre Altersvorsorge leisten müssen,
unterschiedliche Finanzdienstleistungen zur Absicherung im Alter oder bei Berufsunfähigkeit kennen,
Beratungsinstitutionen kennen und nutzen können.
Fragestellungen
Wie hoch schätzen die Schülerinnen und Schüler die Höhe ihrer späteren staatlichen Rente ein?
Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge kennen sie?
Welche sonstigen Absicherungen z. B. bei Berufsunfähigkeit, langfristigen Erkrankungen etc. kennen sie?
Material:
Stiftung Warentest (Hg.): Private Altersvorsorge. Ein Ratgeber der Stiftung Warentest und der Verbraucherzentralen, 6. komplett überarb. Aufl. Berlin 2010