Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 55 Prozent der Bundesbürger im Jahr 2009 Waren oder Dienstleitungen über das Internet bestellt. Einkaufen im Internet neben oder statt des traditionellen Einkaufens wird also immer beliebter – auch und vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Zahlreiche jugendspezifische Konsumgüter bzw. Produkte, die für Jugendliche interessant sind (wie z. B. PC-Spiele, Musikdownloads oder CDs, Bücher, aber zunehmend auch Modeartikel (Schuhe, T-Shirts usw.), werden in unzähligen Onlineshops angeboten. Hinzu kommen Internetplattformen wie eBay, die als sog. „Marktplätze“ ihren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, Waren und Leistungen aller Art zu kaufen und zu verkaufen.
Die Verlockungen sind groß, aber schnell kann aus dem vermeintlich günstigen Schnäppchen im Internet, eine große Enttäuschung werden, wenn die mit Vorkasse bezahlte Kamera nicht geliefert wird.
Dieses Modul befasst sich mit dem Thema Online Shopping. Es kann die thematischen Module „Führerschein und eigenes Auto – Freiheit und Abenteuer“, „Möbel wie aus dem Katalog“, “Schulden durch Handy – mit mir nicht“ um das Thema Möglichkeiten und Risiken des Online Shoppings ergänzen, indem z. Beispiel Einrichtungsgegenstände, ein Auto oder ein Roller bzw. ein Handy oder entsprechende Apps, Klingeltöne etc. über das Internet gekauft werden. Das Modul kann aber auch unabhängig von den thematischen Modulen bearbeitet werden.
Hier sollen grundlegende Inhalte wie Rechte und Pflichten des Käufers und des Anbieters beim Kaufen über das Internet, Schutz der eigenen Daten, unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten und Beratungs- sowie Informationsangebote bei Problemen mit Internetkäufen behandelt werden.
Mögliche Lernziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen
mögliche Risiken des Onlineshoppings identifizieren und benennen,
sichere Zahlungsmethoden beim Internetkauf erläutern und in Fallbeispielen nutzen können,
ihre Rechte beim Onlineshopping kennen und für andere wiedergeben,
wissen und erläutern, wo sie Rat und Unterstützung bei Problemen holen können.
Fragestellungen
Wie kann ich sicher und risikolos im Internet einkaufen und was muss ich beachten?
Welche Onlineshops kenne und nutze ich?
Welche persönlichen Daten werden abgefragt und wie werden meine Daten gesichert?
Gibt es Gütesiegel, die mir eine Orientierung bieten?
Material:
Fileccia, M. unter Mitarbeit von Tim Kirchner, Birgit Kimmel, Gabriele Lonz, Stefanie Rack, Gudrun Melzer, Miriam Brehm und Bettina Kopf (2008): Knowhow für junge User. Mehr Sicherheit im Umgang mit dem World Wide Web. Materialien für den Unterricht, hg. von klicksafe.de.
Als Publikation (kostenpflichtig) und Download verfügbar unter: http://www.klicksafe.de
Im Netz der neuen Medien. Internet, Handy und Computerspiele – Chancen und Risiken für Kinder und Jugendliche. Handreichung für Lehrkräfte, Fachkräfte in der außerschulischen Jugendarbeit und Polizei.
Als PDF-Datei verfügbar unter: http://www.polizei-Beratung.de/NeueMedien
Klicksafe.de (Hg.): Internettipps für Jugendliche, 2. überarb. Aufl..
Als Download verfügbar unter: http://www.klicksafe.de
Kreutzer, T.(2010): Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt! Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Internet, hg. von klicksafe. de und iRights.info.
Als PDF-Datei verfügbar unter: http://www.klicksafe.de/
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.) (2009): Ihr Recht im Alltag. Ein Leitfaden und Ratgeber für Verbraucherinnen und Verbraucher, Düsseldorf.
Als Broschüre zu bestellen und als Download verfügbar unter: www.umwelt.nrw.de
Ministerium für Umwelt, Forsten & Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (Hg.) (2008): Handy und Internet. Tipps gegen Kostenfallen, Mainz
So shoppen Sie richtig, in: Finanztest 12/2009, S. 12 – 13.