herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände,
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Methodentyp: |
Biographische Methode, Lebensplanung |
|---|---|
Ziele: |
Lebensplanung entwerfen |
Inhalte: |
Biographischer Wunschlebenslauf in Etappen, bezogen auf
Partnerschaft, Beruf und Wohnung/materielle Lebenssituation; Visualisierung der Vorstellungen von der
eigenen Wohnung |
Dauer: |
50 – 90 Minuten |
Material: |
Kopien des Wunschlebenslaufs, möglichst auf DIN-A 3,
Wandzeitungspapier, Zeitschriften, Prospekte, Wohnkataloge etc., Kleber, Scheren, dickere Filzstifte |
Anleitung:
In Stillarbeit werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, eigene Lebensentwürfe zu machen. Dabei
sollen sie sich einerseits auf Lebensalterstufen beziehen und andererseits die Bereiche Partnerschaft, Beruf
und Wohnung (Wie will ich wohnen, was will ich mir leisten?) mitberücksichtigen. Es ist wichtig, dass die
Schülerinnen und Schüler für die Lebensplanung genügend Zeit bekommen, damit "authentische" Wünsche und
Projektionen entstehen können. Im Raum sollte es ruhig sein, eventuell darf als Hintergrund leise, ruhige
Musik laufen.
Nach dieser Stillarbeit können Zweiergespräche stattfinden, wo die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig ihren Wunschlebenslauf vorstellen, oder es wird gleich im Plenum über die Details einzelner Lebensentwürfe gesprochen: Reihum darf jeder zu seinem Entwurf Stellung nehmen. Der Schwerpunkt sollte auf der Frage liegen: Wie will ich wohnen? Es gilt grundsätzlich, dass jeder nur das mitzuteilen braucht, was für die "Öffentlichkeit" bestimmt ist. Auf der Grundlage der individuellen Lebensentwürfe können nun in Gruppenarbeit Collagen erarbeitet werden, welche die individuellen Wohnvorstellungen abbilden. Die fertigen Collagen werden an den Wänden des Klassenraums platziert.
Für jüngere Schülerinnen und Schüler (Klasse 5 – 7) kann es hilfreich sein, wenn sie ihren Wunschlebenslauf zuerst malen oder als Collage gestalten und dann versuchen, ihn auch in Worte zu fassen und bestimmten Lebensalterstufen zuzuordnen. Denkbar ist hier auch, die Wunschvorstellungen vom eigenen Zimmer als Collage, gemaltes Bild oder als Grundrisszeichnung in den Vordergrund zu stellen. Wie soll mein Traumzimmer eingerichtet sein? Was gehört alles für mich dazu? Diese Fragen sind für Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 – 7 möglicherweise eher vorstell- und bearbeitbar.
Ist der Wunschlebenslauf bzw. die Collage bereits erarbeitet worden, sollte an ihn anknüpfend in erster Linie die Frage der Wohnungseinrichtung thematisiert werden, die hier Schwerpunkt ist. Dazu kann auch die folgende Übung genutzt werden.
Nach: Stange, W., Gnielczyk, P: Schuldenprävention. Eine Zukunftswerkstatt, Berlin 2000, S. 109f.