Unterrichtshilfe Finanzkompetenz

herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände,
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Infomaterial für Lehrer
Infomaterial für die Schüler

Symbol Erste Wohnung Modul 3: Auszug aus dem Elternhaus —
"Endlich eine eigene Wohnung"

Die Traumbuche

Methodentyp:
mündliche Simulation, Phantasiereise
Ziele:
Impulse setzen, Reflexion der eigenen Träume, Wünsche und Bedürfnisse
Inhalte:
Wünsche, Ziele, Lebensstilüberlegungen, Träume, Bedürfnisse
Dauer:
30 – 50 Minuten
Material:
Hinweis auf Arbeitsmaterial für Lehrer Vorlesetext "Die Traumbuche" Entspannungsmusik und entsprechendes Abspielgerät

Anleitung:
Die Schüler und Schülerinnen sitzen im Stuhlkreis. Der Raum kann etwas abgedunkelt werden. Sie werden nicht extra aufgefordert, die Augen zu schließen. Wer das will, kann das natürlich tun. Die Geschichte wird langsam und im zweiten Teil etwas monotoner vorgelesen. Lassen Sie ausreichend Pausen, damit die Schülerinnen und Schüler genügend farbige und ausführliche Bilder vor ihrem inneren Auge entstehen lassen können.

Parallel zum Vorlesen läuft leise Entspannungsmusik. (Je nach Schülergruppe unterschiedlich. Bewährt haben sich die langsamen Barock-Largos und -Adagios. Aber auch Modernes ist brauchbar, z.B. Vangelis). Die Phantasiereise zur Traumbuche beginnt mit der Musik, nach einer kleinen Weile wird der Text vorgetragen. Am Ende der Geschichte folgt noch eine Weile die Musik. Das fördert die Entspannung und innerliche Sammlung und läßt Eindrücke entstehen und bildhaft werden.

Nach dieser Zeit der Sammlung und des weiteren Hinübergleitens in die Realität sollte nicht gleich über Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, Bilder, die man während der Phantasiereise hatte, gesprochen werden. Die Schüler und Schülerinnen werden zunächst aufgefordert, ihre Eindrücke noch nicht weiterzuerzählen, sondern auf einem großen Blatt Papier (DIN-A4 oder DIN-A3) mithilfe farbiger Stifte ihren Traum zu malen. Es soll darauf geachtet werden, dass auch dabei noch keine Gespräche über den Inhalt stattfinden.

Die Schüler und Schülerinnen haben etwa 10 Minuten Zeit, ihr Bild zu malen. Danach werden sie aufgefordert, ihr Bild vor sich auf den Boden zu legen, so dass sie es anschauen können. Dann stehen alle auf und gehen langsam im Uhrzeigersinn von Bild zu Bild und schauen – wie auf einer richtigen Vernissage – was die anderen so zu Papier gebracht haben. Erst wenn alle wieder an ihrem Platz stehen – vor dem eigenen Bild – trifft sich jeder mit seinem linken Nachbarn und tauscht sich im Zweiergespräch aus: über das eigene Bild und was er /sie noch alles zu berichten hat.

Eventuell kann es wichtig sein, darauf hinzuweisen, dass jeder nur das über sich, über seine Träume dem anderen mitzuteilen braucht, was er auch mitteilen will. Privates sollte durchaus auch im Privaten bleiben können. Im Anschluss an diese Zweiergespräche erfolgt eine Plenumsrunde und die Zweiergruppen berichten kurz, was bei ihnen Wichtiges herauskam.

Dieses Rundumgespräch soll verdeutlichen, welche persönlichen Aspekte von Zukunftsvorstellungen und Wünschen es gibt. Wo sind Gemeinsamkeiten? Auf einer vorher vorbereiteten Wandzeitung können dann auf Karten erfasste Stichworte aus dem Gespräch auf Zuruf gesammelt werden.

Die Karten können dann in Themenblöcken zusammengefasst werden:

  • Wie will ich wohnen?
  • Wie will ich leben?
  • Wie will ich arbeiten?
  • ...

Daraus ergibt sich dann ein Szenario von „Lebens-Träumen”. Zum Schluss heften dann alle ihr Bild an eine (mehrere) Wandzeitung(en).

Anmerkungen
Auf Besonderheiten der Klassenstruktur und Altersstufe sollte dann geachtet werden, wenn die Gruppe nicht „ganz bei der Sache ist”. Es empfiehlt sich dann, eventuell die Phantasiereise bzw. die Geschichte zu kürzen oder besondere Schwerpunkte hervorzuheben. Ziel der Zweiergespräche kann es auch sein, jeweils 2 – 3 Karten mit kurzen Stichworten zu versehen, die die eigene Traumreise treffend für alle darstellen.

Bei der Sammlung der Karten auf der Wandzeitung kommt es darauf an, sie zu Themenblöcken wie Wohnen, Leben, Arbeiten, aber auch Ausstattung, Natur, Menschen, Gesundheit und Glück zu ordnen.