Unterrichtshilfe Finanzkompetenz

herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände,
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Hintergrund

Ein Kooperationsprojekt zum Umgang mit Geld und Konsum - Didaktische Orientierung und Hintergrund

Warum wurde die Unterrichtshilfe entwickelt?

In den letzten Jahren kann eine stetig wachsende Verschuldung und Überschuldung bei jungen Erwachsenen festgestellt werden. Gleichzeitig ist Geld immer noch ein Tabuthema. Einer großen Konsumkompetenz von Kindern und Jugendlichen steht dabei eine fehlende Finanzkompetenz gegenüber. Um sozial- und selbstverantwortlich das eigene Leben gestalten zu können und damit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten, ist es jedoch notwendig junge Menschen auch mit den entsprechenden Kompetenzen für eine zukunftsfähige – und damit nachhaltige – Lebensgestaltung hinsichtlich Konsum und Finanzen auszustatten. Schule und Unterricht haben deshalb zunehmend die Aufgabe Schülerinnen und Schülern Lernangebote zum Erwerb von Finanz- und Konsumkompetenzen zu machen. Diese Unterrichtshilfe soll Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen.

Für wen wurde die Unterrichtshilfe entwickelt?

Die Unterrichtshilfe Finanzkompetenz ist in erster Linie ein „Werkzeugkoffer” für Lehrerinnen und Lehrer. Der reflektierte Umgang mit dem Angebot der Unterrichtshilfe erfordert didaktische und pädagogische Kompetenzen, wie sie zur Professionalität des Lehrerberufs gehören. Für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen z. B. in der Schuldenprävention ist die Unterrichtshilfe ebenfalls geeignet, wenn sie über entsprechende didaktische Kompetenzen verfügen. Die Unterrichtshilfe ist kein Medium für Schülerinnen und Schüler.

Was leistet die Unterrichtshilfe?

Die Unterrichtshilfe bietet neun Module mit unterschiedlichen Inhaltsfeldern zum Thema Umgang mit Geld und Konsum. Zu jedem Modul gibt es Sachinformationen, Methodenvorschläge für den Unterricht, Links, Literaturhinweise und Arbeitsblätter, die für den Unterricht entsprechend bearbeitet und verändert werden können. Die strukturierte Auswahl und Zusammenstellung der Materialien soll den Einstieg in die Thematik erleichtern und einen reflektierten Überblick bieten. 2006 wurde die Unterrichtshilfe um ein Modul „Werbung und Konsum“ ergänzt, das in Verbindung mit unterschiedlichen thematischen Modulen eine intensivere Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Einflüssen auf Konsum- und Finanzentscheidungen ermöglichen. Hierfür werden ebenfalls Methodenvorschläge gemacht und Hinweise auf weitere Arbeitsmöglichkeiten gegeben. Durch die aktuelle Überarbeitung 2010 wurde dieses Modul stärker mit den anderen Modulen verknüpft, so dass sich auch vor allem in den Modulen 2 und 4 Hinweise zur unterrichtlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Werbung wiederfinden.

Wie kann man mit der Unterrichtshilfe arbeiten? Oder, was leistet sie nicht?

Die Unterrichtshilfe kann als ein Werkzeugkoffer zum Thema Umgang mit Geld angesehen werden, aus dem Lehrkräfte sich gezielt die Inhalte, Medien und Methoden heraussuchen, die sie für die Gestaltung ihres Unterrichts benötigen. Sie finden hier Anregungen und Ermutigung diese und auch andere Inhalte zielgruppengerecht und altersgemäß für den Unterricht aufzuarbeiten. Die Unterrichtshilfe ist keine „Vorgabe”, die nur chronologisch abgearbeitet werden muss. D.h. sie nimmt niemandem die Reflexion und die Arbeit ab, sie bietet keine „fertigen” Unterrichtsvorschläge. Die Arbeitsblätter sind ausdrücklich als Vorschläge zur Überarbeitung und zur Anpassung an die je individuellen Lerngruppen zu verstehen. Sie sollen Anregungen sein zur Beschäftigung mit der Thematik.

Wer steht hinter der Unterrichtshilfe?

Die Unterrichtshilfe Finanzkompetenz ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) und der Verbände der Kreditwirtschaft, sie wurde finanziell gefördert vom Bundesfamilienministerium. Zusammengestellt und erarbeitet wurde die Unterrichtshilfe von Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies (Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit, Universität Paderborn), zahlreiche gute Initiativen und Projekte sind in die Unterrichtshilfe eingeflossen. Sie wurde im Dezember 2004 ins Netz gestellt. Seit März 2011 ist das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz e.V. (www.praeventionsnetzwerk-finanzkompetenz.de)  für die inhaltliche Ausgestaltung der Webseite verantwortlich.

Was ist seit Oktober 2010 neu?

Der im Oktober 2010 veröffentlichten Überarbeitung des Webangebotes sind – wie schon bei der Überarbeitung 2006 – Interviews mit Anwendern und Multiplikatoren (z. T. aus der Lehreraus- und -fortbildung) sowie diverse andere Rückmeldungen vorausgegangen. Der Schwerpunkt der Wünsche bezog sich auf eine inhaltliche Aktualisierung der Module „Handy und Schulden“ und „Vorsorgen für später“ sowie die Ergänzung der Unterrichtshilfe durch ein neues Modul „Onlineshopping“, dadurch hat sich auch die Nummerierung der Module leicht verschoben. Außerdem sollte das Modul „Werbung und Konsum“ stärker mit den anderen Modulen verknüpft werden.

Der Aufsatz Möglichkeiten der Schuldenprävention an Schulen von Autorin Prof. Dr. Schlegel-Matthies bietet weiterführende Überlegungen für Interessierte.

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